Ulrike Albeseder, Oboistin und Blockflötistin aus Österreich, und Uwe Hanewald,
Akkordeonist aus Deutschland, haben 2017 das Ensemble Mélange à Deux
gegründet — eine außergewöhnliche Besetzung mit unverwechselbarem Klang,
vielschichtig, nuancenreich und voller Ausdruckskraft.
Was uns verbindet
Interesse an Neuem und an musikalischen Experimenten, grenzenlose Spielfreude,
Liebe zu Frankreich, zur französischen Sprache und Musik...
Aus dem ursprünglichen Duo wurde mehr
Mit Wolfgang Mayé am Kontrabass gewann die Musik an Tiefe und Wärme, mit
Wolfgang Disch am Schlagzeug an Rhythmus und mitreißender Bewegung. So entstand
unser Quartett Mélange à Deux & Amis — ein Ensemble von großer
klanglicher Ausdruckskraft, lebendig und voller Energie.
Was unsere Musik prägt
Unsere Musik bewegt sich je nach Programm zwischen Jazz, Filmmusik, Pop und
Chanson. Ursprünglich inspirierten uns Künstler wie Richard Galliano und Yann
Tiersen. Tatsächlich kommen wir aber alle aus verschiedenen musikalischen Welten,
was den besonderen Reiz der Mélange ausmacht: Klassik, Volksmusik, Jazz,
Worldmusic. Was wir selbst gerne hören, fließt auch in unsere Musik. Da gibt es
dann Einflüsse von Folk und Nordic Jazz, aber auch lateinamerikanische Rhythmen.
Wir arrangieren und komponieren unsere Stücke selbst — mal filigran und
transparent, mal kraftvoll und überraschend.
Was wir tun
Wir holen Instrumente aus ihren Klischees. Oboe, Blockflöte und Akkordeon werden
oft unterschätzt oder in feste Rollen gedrängt. Wir zeigen, was wirklich in ihnen
steckt — an Klang, Ausdruck und Energie.
Unsere Musik lebt davon, Grenzen zu verschieben und neue Perspektiven zu öffnen.
Unsere Vision
Wir musizieren jenseits von Stilgrenzen — frei, handgemacht und mit Instrumenten,
die so kaum je gemeinsam zu hören sind. Musik macht uns nicht nur Freude und Spaß,
sie berührt, ist zeitgemäß und tut gut — uns und unserem Publikum.
Ein Gedanke von Friedrich Nietzsche bringt es auf den Punkt:
Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum
Unsere Geschichte
Uwes Weg zum Akkordeon
Schon im Alter von fünf Jahren erweckte die Handharmonika seines Vaters in Uwe
ein unbändiges Interesse. Er war damals schon fasziniert von Tasten und Knöpfen,
von Rhythmen, die begleiten, bewegen und verbinden. Er war ein Entdecker — immer
auf der Suche nach dem Besonderen in der Musik. Das Akkordeon war sein erstes
Instrument, sein erster musikalischer Kompass. Doch die Zeiten änderten sich.
Technisierte Sounds eroberten die Bühnen — das Akkordeon geriet in den Hintergrund.
Er wechselte zum Keyboard, tauchte tief ein in die Welt der Klangästhetik und
Technik. In dieser Phase spielte er in Coverbands, ließ sich von Pink Floyds
Klanglandschaften und dem Groove von Genesis mitreißen. Diese Erfahrungen prägten
seinen musikalischen Blick — und sein Gefühl für Atmosphäre.
Doch das Akkordeon fand seinen Weg zurück zu ihm. Heute besitzt Uwe acht Stück —
und schätzt ihre Vielseitigkeit mehr denn je. Ob auf großen Bühnen, im Freien oder
bei besonderen Anlässen: Dieses Instrument hat sich für ihn als treuer Begleiter
erwiesen — stilistisch flexibel, tragbar, voller Ausdruck.
Ulrikes musikalische Herkunft
Ulrike stammt aus einem klassisch-affinen Elternhaus. Mit fünf Jahren begann sie
zu flöten, mit zwölf kam die Oboe in ihr Leben und schon bald wurde dieses
Instrument zu ihrem Herzstück. Ihr großer Traum war es, im Orchester zu spielen —
und dieser Traum wurde Wirklichkeit.
Sie durfte bei herausragenden Professoren in Wien und in München studieren, mit
der Blockflöte ebenso wie mit der Oboe, und hatte das große Glück, in Wien mit
allen bedeutenden Orchestern zu konzertieren. Sie spielte mit den Wiener
Philharmonikern, übernahm die erste Oboe bei den Bregenzer Festspielen unter
Marcello Viotti — Verdi’s Troubadour stand auf dem Programm. Sie spielte unter
Franz Welser-Möst, Mariss Jansons und vielen anderen großartigen Dirigenten. Sie
liebte es mit den Orchestern zu reisen von Japan bis Mexiko und immer neue Bühnen
zu erobern.
Doch dann kam ein neuer Lebensabschnitt: Familie, Kinder, ein Umzug von Österreich
nach Deutschland. Alles verschob sich. Die Musik musste einen Schritt zurücktreten.
DER URSPRUNG VON MÉLANGE À DEUX - EIN UNGEWÖHNLICHES PROJEKT
Es war ein angenehmer Sommerabend. Gerade war das Theaterstück „Kontakte, 4 ½ —
Begegnungen, späteres Glück nicht ausgeschlossen“ zu Ende gegangen. Viele Gäste,
darunter auch Ulrike, blieben noch im Theatergarten sitzen. Man plauderte über das
Stück, über das Wetter, über das Leben. Und dann griff einer der Theaterakteure,
der Akkordeonist, noch einmal zum Instrument. Nicht als Zugabe, nicht geplant,
sondern einfach so für die Menschen, die noch da waren.
Es war der Schlüsselmoment für unser Ensemble! Wir, Ulrike und Uwe, lernten uns
hier kennen und schmiedeten schon bald Pläne für ein neues Musikprojekt.
Enthusiasmus war da, Arbeitswille auch, aber das Projekt stellte sich als nicht
ganz so einfach heraus...
Unsere musikalische Herkunft hätte unterschiedlicher kaum sein können. Uwe spielte
gerne frei, improvisierte, verließ sich auf sein Gehör. Ulrike kam aus der
klassischen Musik, geprägt von Noten, Struktur und exakten musikalischen Vorgaben.
Wir probierten es mit Noten, suchten Akkorde, verwarfen Ideen. — Der Anfang war
richtig hart, aber wir blieben dran!
Die ersten Schritte
Nach und nach wurde klar, was uns beide verbinden sollte: die Liebe zur
französischen Musik. Besonders die Stücke von Yann Tiersen — fein, melancholisch,
verspielt — hatten es uns angetan. Sie passten zu uns und zu unseren Instrumenten.
Wir fingen an, eigene Arrangements zu schreiben, experimentierten mit Dynamik,
Klangfarben und Ausdruck. Auch die Musik von Richard Galliano wurde für uns
wichtig. Sein Tangaria Quartett war in dieser Zeit ein echtes Vorbild für uns.
Wir arrangierten Stücke von ihm, nahmen uns aber die Freiheit, unsere eigenen
Ideen einfließen zu lassen.
So entstand langsam unser Repertoire — inspiriert von tollen Künstlern, aber mit
unserer ganz eigenen Handschrift. Jeder brachte ein, was ihm wichtig war. Uwe fing
an für uns zu komponieren. Das machte es abwechslungsreich — und zu etwas, das
wirklich unseres war.
Wir gaben uns den Namen “Mélange à Deux”. — Zwei Menschen, zwei Instrumente,
klangvoll, französisch — passt!
DUO - TRIO - QUARTETT
Erste Auftritte folgten — und das Publikum reagierte begeistert auf ein Programm,
das so vielseitig war wie wir selbst: Französische Filmmusik rund um Amélie,
ausgewählte Chansons, klassische Werke und — als spannender Kontrast — jazzige
Standards und Eigenkompositionen. Niemand setzte uns Grenzen oder machte uns
Vorschriften.
Ein Jahr später lernten wir Wolfgang Mayé kennen, unseren Kontrabass. Er wurde zur
perfekten Ergänzung für unser kleines Ensemble und unterstützt mit tiefen Frequenzen
und groovigen Rhythmen. Er brachte viel Erfahrung aus dem Bereich Worldmusic mit
und war bereit, bei unserem Vorhaben mitzumachen. Nachdem dann unsere Musik
zunehmend Richtung Jazz tendierte und der rhythmische Aspekt immer essentieller
wurde, war die Sehnsucht nach Schlagzeug und Percussion groß…
Mit Wolfgang Disch wurde dieser Wunsch erfüllt und das Ensemble war komplett.
„Mélange à Deux & Amis“ war geboren!
WO KLÄNGE SICH TREFFEN UND VERBINDEN
Die unterschiedlichen Welten, die hier aufeinandertrafen, ergeben heute ein
sensationelles Miteinander: Tragende Melodien der Oboe, flötistisches Effektspiel,
ein Akkordeon, das den harmonischen, melodischen und rhythmischen Part abdecken
kann, ein Bass, der groovt und ein Schlagzeug, das das Publikum alles andere als
einschlafen lässt…
Inzwischen sind wir auf kleinen wie großen Bühnen unterwegs — deutschlandweit und
darüber hinaus. Besonders in unserer Heimatregion, der Pfalz, sind wir sehr aktiv —
ebenso in Städten wie Karlsruhe, Villingen-Schwenningen, Saarlouis, Bad Homburg,
Coswig und vielen weiteren schönen Städten in ganz Deutschland. Auch international
sind wir gerne auf der Bühne — bisher in der Schweiz, in Österreich, in den
Niederlanden und in Frankreich.
Was uns verbindet: Interesse an Neuem und an musikalischen Experimenten,
grenzenlose Spielfreude, Liebe zu Frankreich, zur französischen Sprache und Musik...
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