„Es klopft bei Wanja in der Nacht“
In dieser Friedenspreis-gekrönten Erzählung haben vier verschiedene Wesen den Mut,
ihre Ängste voreinander zu überwinden und so ein friedvolles Miteinander für eine
ganze Nacht unter einem Dach zu schaffen.
In einer eiseskalten Schneesturmnacht bietet einzig Wanjas einsame Hütte am Waldesrand
wärmende Zufluchtstätte für erst einen jämmerlich frierenden Hasen, dann einen ebensolchen
Fuchs und später noch einen Bären.
Während die einzelnen Tiere die Gefahr, die vom jeweils anderen Tier für sie selbst ausgeht,
fürchten und die weiteren Hilfsbedürftigen lieber ausgrenzen und sich selbst so in Sicherheit
wähnen möchten, erkennt Wanja die Not, öffnet ihnen allen seine Tür und bewahrt sie damit
vor dem Erfrierungstod.
Mehr noch: Sie verbringen alle vier gemeinsam eine friedliche Nacht in der beheizten Hütte,
obwohl draußen weiter der Sturm tobt. Doch das Vertrauen in den Frieden ist noch zu frisch.
Ganz früh am Morgen überkommt die tierischen Gäste wieder Zweifel und Furcht. Einer nach
dem anderen fliehen sie ihre wohlige Herberge und gehen wieder getrennte Wege.
Wanja wundert sich, ob er sich das alles nur eingebildet hat. Aber nein, da sind eindeutig
die Spuren der anderen vor seiner Hütte im frischen Schnee zu sehen.
Anja Kleinhans spielt und erzählt diese berührende Wintergeschichte für kleine und große
Menschen jeden Alters in der Regie von Uli Hoch und musikalisch begleitet vom Duo
Mélange à Deux – Ulrike Albeseder an der Oboe und Uwe Hanewald am Akkordeon.
Musik: Mélange à Deux · Ulrike Albeseder – Oboe · Uwe Hanewald – Akkordeon